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Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen bei unserem Onlinenangeboten rund um das Projekt "Naturschutzoffensive.

Standpunkt Wildnisschutz

Für Deutschland". Darin bündeln wir seit Anfang 2014  Infos aus den Projekten "Imagekampagne für den Naturschutz", "Umwelt-Protest" und unseren Kampagnen.

Nach der Ausweisung einiger Nationalparke bis zur Jahrtausendwende gibt es in den meisten Regionen Deutschlands kaum ambitionierte grossflächige Naturschutzprojekte. Meistens bleibt es bei Sonntagsreden und Lippenbekenntnissen. Dabei gibt es auch bei uns genügend Argumente für neue großflächige Wildniszonen mit ungestörter Naturentwicklung: Neben ihrer Bedeutung für den Schutz von Arten und Lebensräumen – heute meistens als „Schutz der biologischen Vielfalt“ bezeichnet – können derartige Bereiche vor allem auch Schutzzonen für Menschen sein, für die Profit und Spasstourimus nicht alles ist.

Da mittlerweile fast jeder Quadratmeter Privatgrund intensiv zur industriellen Land- und Forstwirtschaft oder Baulandspekulation genutzt wird, gehört in vielen Regionen öffentlicher Grund zu den letzten Inseln mit derartigem Potential. Wildnisschutzgebiete sind in Deutschland genauso wie global eine der wenigen bewährten und funktionierenden Instrumente, um sie langfristig zu sichern. Umso trauriger ist die Rolle mancher Behörden (Beispiel: einzelne Landesforstverwaltungen) in denen sich eine Blockadefraktion gegenüber ihren naturschutzfreundlichen Kollegen durchgesetzt hat: Hier ist dann Profitmaximierung das oberste Ziel, und alle Vorschläge zur Ausweisung neuer Schutzgebiete werden sabotiert.

Dieser Rückfall in Denk- und Handlungsmuster vergangener Jahrhunderte können wir uns eigentlich nicht mehr leisten, wenn man sich die mageren Erfolgsbilanzen des staatlichen Naturschutzes in den letzten Jahren ansieht.

Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel des amerikanischen Wildnisschutzsystems: Staatliche Behörden sind dort in vielen Fällen Pioniere und nicht Blockadeinstitutionen, wenn es um den Schutz der Natur vor den Profitinteressen der Wirtschaft oder der Holzlobby geht.

Claus Obermeier |  Vorstand Gregor Louisoder Umweltstiftung

Wildnisgebiete Deutschland

Infos finden Sie auf der neuen Verbändeplattform Wildnis